Wandel mit Weitblick

Seit einem Jahrzehnt arbeiten EDEKA und WWF Seite an Seite: für den Klima- und Ressourcenschutz, für den Erhalt der Artenvielfalt und eine verantwortungsvolle Produktion von Lebensmitteln. Gewachsen ist eine Partner­schaft auf Augenhöhe, die mit ihren Erfolgen den gesamten Markt verändert hat.

Starke Partner: EDEKA und WWF

Zwei vom (un)gleichen Schlag

Eine der weltweit größten Umweltschutzorganisationen und Deutschlands führender Lebensmittelhändler, der World Wide Fund For Nature (WWF) und EDEKA, in einem Team – kann das gut gehen? Die auf den ersten Blick so ungewöhnliche Beziehung begann 2009 mit einem ersten Projekt. Gemeinsames Ziel: die Weltmeere schützen, nachhaltige Fischereien fördern und Beifang reduzieren. Das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment der EDEKA-Eigenmarken sollte ressourcenschonender gestaltet werden und langfristig zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen stammen.

Für den WWF hat diese Kooperation Strahlkraft weit über den EDEKA-Verbund hinaus: Wir wollen die Hebelwirkung nutzen, um weitere Märkte zu drehen. Und der Erfolg gibt uns recht!

Eberhard Brandes

Geschäftsführender Vorstand WWF Deutschland

Markus Mosa, Eberhard Brandes

„Wir wollten nie den bequemen Weg gehen“, so Markus Mosa, Vorstands­vorsitzender der EDEKA AG, in der Rückschau. „Deshalb haben wir uns bewusst für einen starken, unabhängigen Partner entschieden, der uns täglich fordert.“ Aus der erfolgreichen Initialzündung ist 2012 eine langfristige strategische Partnerschaft für Nachhaltigkeit entstanden, der seit 2015 auch Netto Marken-Discountangehört. In acht global relevanten Themen­feldern arbeiten die Partner intensiv zusammen, zusätzlich auch in weiteren wegweisenden Projekten. Die Besonderheit: der ganzheitliche Ansatz über die gesamte Lieferkette hinweg – von der Erzeugung bis ins Supermarkt­regal.

Was EDEKA und der WWF leisten, ist einzigartig: Wir trimmen den gesamten Verbund auf verantwortungsvolles Handeln, durchleuchten unsere weltweiten Lieferketten und machen die Kunden zu Umweltbotschaftern.

Markus Mosa

Vorstandsvorsitzender EDEKA AG

Das war auch für den WWF die Motivation für die Allianz mit EDEKA: „Wir stehen vor großen ökologischen Herausforderungen, und die können wir nur gemeinsam mit der Wirtschaft lösen. Wenn wir Unternehmen überzeugen, können sie schneller und konsequenter sein als die Politik. Durch die Partnerschaft mit EDEKA ist Umweltschutz Thema im Lebensmitteleinzelhandel geworden“, so Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland. Das bestätigte das Umweltbundesamt in einer Studie im März 2018: Die Partnerschaft von EDEKA und WWF wird hier als positives Beispiel und Vorreiter für Transparenz aufgeführt. Markus Mosa: „Wir haben bereits viel erreicht – aber darauf ruhen wir uns nicht aus. Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der uns immer wieder vor neue Aufgaben stellt.“

Ein guter Fang

EDEKA Nachhaltiger Fischfang

Pro Kopf landen im Jahresverlauf durchschnittlich zwischen 13 und 14 Kilogramm des gesunden Lebensmittels auf unseren Tellern. Nun ist es mit der kulinarischen Vorliebe für Hering, Lachs, Kabeljau und Co. so eine Sache – denn viele kommerziell genutzten Fisch­bestände sind überfischt. Zum Start der Zusammenarbeit von WWF und EDEKA, Deutschlands größtem Fischhändler, legten die Partner 2009 konkrete Ziele fest, um Fisch als wertvollen Bestandteil des Speiseplans auch für nachfolgende Generationen zu erhalten: Das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment von EDEKA wird seither immer verantwortungsvoller gestaltet und langfristig zu 100 Prozent auf nachhaltigere Quellen umgestellt. Bei den Eigenmarken wird dieses Ziel voraussichtlich bis zum Jahr 2022 verwirklicht sein. Bereits heute stammen etwa 80 Prozent aller Eigenmarken-Wildfischartikel von EDEKA und Netto Marken-Discount aus nachhaltigen Quellen und sind nach den Kriterien des WWF eine „Gute Wahl“.

Unser Thunfisch ist raus aus dem Netz! EDEKA fördert die traditionelle Fischerei mit Angelruten statt Netzen. So wurden in den letzten Jahren über 40 Tonnen ungewollter Beifang verhindert.

Landbau der besonderen Art

EDEKA Erhalt vpn Lebensräumen

„Wir erleben gegenwärtig ein Artensterben in beispiellosem Tempo“, stellte die Europäische Kommission in ihrer Strategie für Biodiversität fest. Und angesichts versiegelter Flächen und eines Anteils von 50 Prozent teils intensiv landwirtschaftlich genutzter Gebiete, bezogen auf die Gesamtfläche Deutschlands, ist es um wild lebende Tier- und Pflanzenarten nicht gut bestellt. Da leistet ein Projekt wie Landwirtschaft für Artenvielfalt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Lebensraums von Hummeln, Kröten & Co. Getragen wird das Projekt von WWF, EDEKA, dem ökologischen Anbauverband Biopark und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung als wissenschaftlichem Partner.

Verpackungsmüll? Kann einpacken!

Immer mehr Verbraucher achten beim Einkauf nicht nur auf den Inhalt – sondern auch auf die Verpackung. Die Menge an Verpackungsabfällen erreichte 2016 in Deutschland mit 18,2 Millionen Tonnen einen neuen Höchststand. „Weniger ist mehr“ – lautet daher auch die Devise von EDEKA und WWF. Seit 2015 gehört das Thema Verpackungen zu den Schwerpunktthemen der Partnerschaft. Dabei geht es um einen ganzheitlichen Ansatz statt um punktuelle, plakative Aufschläge. Grundsätzlich gilt es, den Verpackungsverbrauch wo möglich zu vermeiden. Ist die Vermeidung nicht möglich, gilt das Prinzip „Mehrweg statt Einweg“. Darüber hinaus forciert EDEKA die Verwendung von Recyclingmaterialien.

Einige Beispiele: Bei den Eigenmarken- Wasserflaschen wurden bereits rund 80.000 Tonnen Plastik eingespart. Als erster Händler führte EDEKA eine Recycling-Tiefkühltragetasche ein und bot robuste Mehrwegtaschen aus Recyclingmaterial für jeden Zweck. In den Obst- und Gemüseabteilungen vieler Märkte ersetzen Mehrwegnetze die bisherigen Knotenbeutel. An den Frischetheken können Kunden Wurst oder Käse nun immer häufiger auch in mitgebrachte Behälter packen lassen. Und auch alle Transportverpackungen werden kontinuierlich geprüft und optimiert.

EDEKA:

95% der Eigenmarkenverpackungen aus Papier und Pappe sind auf Recycling oder FSC® umgestellt.

So können Wälder aufatmen

EDEKA ist FSC zertifiziert

Wälder sind die Lungen der Erde. Über 40 Prozent des Sauerstoffs werden in den Regenwäldern unseres Planeten produziert. Und Wälder beheimaten darüber hinaus 80 Prozent der an Land lebenden Arten. EDEKA hat sich seit 2012 mit Blick auf die weltweiten Baumbestände hohe Ziele gesteckt – und erreicht. So sind mittlerweile 100 Prozent aller entsprechenden Eigenmarken-Produkte nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC®) oder des Blauen Engels zertifiziert – zum Beispiel im Bereich der Büro- und Schreibwarenartikel. Außerdem arbeiten wir daran, den Altpapier-Anteil immer weiter zu steigern und den Frischfaser-Anteil dafür konsequent zu reduzieren. Nahezu alle Eigenmarkenverpackungen aus Papier und Pappe wurden seit 2012 auf recyceltes oder FSC®-zertifiziertes Material umgestellt. Dies gilt ebenfalls für über zwei Milliarden Getränke- und Milchkartons.

Nachhaltig krumme Dinger

EDEKA und WWF: Projekt Zitrus

Die Banane ist die meistverkaufte Frucht in Deutschland – und über 80 Prozent der hierzulande gekauften Bananen stammen aus konventionellem Anbau. Daher setzen EDEKA und der WWF gezielt bei der Verbesserung der konventionellen Anbaubedingungen an. Als Vorreiter sind beide Partner bereits 2014 angetreten, um hier dauerhaft umwelt- und sozialverträgliche Bedingungen zu schaffen. Während sich viele bestehende Zertifizierungssysteme auf bestimmte Teilbereiche konzentrieren, wurde hier ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt, der alle Dimensionen der Nachhaltigkeit vereint – sowohl ökologische als auch soziale. Das Projekt wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet und umfasst derzeit 23 Farmen mit über 3.000 Hektar in Ecuador und Kolumbien.

24 % weniger Pestizide. Diese Reduktion konnte auf den Bananen-Plantagen im Rahmen des WWF-Projekts in nur zwei Jahren durchschnittlich erreicht werden. Zum Wohle von Natur und Menschen vor Ort.

Wo jeder Tropfen zählt

Das südspanische Andalusien – eines der wichtigsten Anbaugebiete für Zitrusfrüchte – ist geprägt von großer Hitze, Trockenheit und akutem Wassermangel. Hier zählt Süßwasser zu den wertvollsten Gütern überhaupt. Daher haben EDEKA und der WWF ein Projekt in Andalusien gestartet, um den nachhaltigeren konventionellen Orangen- und Mandarinenanbau zu fördern und die Produzenten vor Ort zum Umdenken zu bewegen.
Seit Projektstart ist die Zahl der teilnehmenden Fincas von einer auf neun gestiegen. Durch den Einsatz neuester Technologien (z. B. Bodensonden und Tröpfchenbewässerung) sparen sie erfolgreich Wasser und bewahren so die Lebensgrundlage der Natur und der Menschen vor Ort.

EDEKA Projekt Zitrus