Logistische Meisterleistung

Im Zuge des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 stieg die Kundennachfrage rasant an. Das hat nicht nur die Beschäftigten in den Märkten, sondern auch in den insgesamt 51 Logistikzentren des EDEKA-Verbunds vor große Herausforderungen gestellt.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs war wichtiger denn je. Auf sie wurde gezählt – in diesem Bewusstsein fuhren die Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter in den Zentral- und Regionallagern zahlreiche Extraschichten, um die dringend benötigte Ware in Bewegung zu halten. Gleichzeitig wurde größter Wert auf Hygiene- und Schutzmaßnahmen für alle Beschäftigten gelegt.

Ein dichtes Netz an Lagerstandorten stellt die Versorgung von bundesweit 11.112 Märkten sicher.

Extrem hohe Arbeitsmoral

In der ersten Welle mussten teils 25 Prozent mehr Ware im Vergleich zu den Vorjahren bewegt werden. Trotz der zusätzlichen Arbeitsbelastung war die Arbeitsmoral der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das ganze Jahr über ungebrochen. Auch während der zweiten Welle – mitten in der Vorweihnachtszeit – herrschte landauf, landab eine extrem hohe Bereitschaft in der gesamten Belegschaft. „Ein Indiz dafür ist beispielsweise die Krankheitsquote“, so Karsten Ecker, Geschäftsbereichsleiter Logistik der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen. „Diese liegt sogar noch unter dem Vorjahr.“

Der Blick geht in die Zukunft

Nicht nur, was Lagerauslastung und Personaldecke angeht, wurde 2020 kräftig aufgestockt. Parallel setzte die EDEKA-Logistik ihre Investitionen in umweltfreundliche Technologien unbeirrt fort. Ein Beispiel: Im Oktober starteten die EDEKA-Zentrale, EDEKA Nord und Netto Marken-Discount gemeinsam mit sieben weiteren Partnerunternehmen aus Schleswig-Holstein ein Pilotprojekt, bei dem CO2-neutraler Wasserstoff im Schwerlastverkehr zum Einsatz kommen soll. Gemeinsame Zielsetzung ist es, den CO2-neutralen Antriebsstoff in der Schwerlastlogistik zu etablieren und das Ziel der Bundesregierung, die Verkehrsemissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, aktiv voranzutreiben.


Ultra-Frische in Bewegung

Weil gastronomische Angebote durch Corona flächendeckend schließen mussten, stieg die Nachfrage nach frischen Convenience-Produkten im Handel deutlich an. Mit der Frischeplattform verfügt der EDEKA-Verbund über ein effizientes Logistikdrehkreuz für Lebensmittel mit kurzen Restlaufzeiten.

Seit ihrem Start im Jahr 2017 haben sich Umfang des Sortiments und Umsatz fast verdoppelt. So wurden 2020rund 1.200 verschiedene Artikel umgeschlagen – vor allem Obst und Gemüse sowie Feinkost und gekühlte Convenience-Produkte. Die Bestellungen werden an den Standorten in Hannover und Möckmühl bei Heilbronn für jeden Markt individuell zusammengestellt und über die jeweiligen Großhandelslager ausgeliefert. Über 5.100 Märkte bestellen mittlerweile regelmäßig bis zu sechsmal pro Woche die ultrafrische Ware – und erhalten sie größtenteils am nächsten Tag.

Gekühlte Convenience wird beiden Kunden immer beliebter.