Eigenmarken & Produktionsbetriebe

Als Vollsortimenter steht EDEKA in erster Linie für ein breites und tiefes Markensortiment. Doch je mehr sich die Vertriebsformate und das Markenangebot des deutschen Einzelhandels annähern, umso wichtiger werden zur Differenzierung im Wettbewerb das Eigenmarkensortiment sowie Produkte, die in den Betrieben des EDEKA-Verbunds hergestellt oder verarbeitet werden.

Transparenz an der Theke

Regionale Vielfalt ist Trumpf – das gilt auch für die Lebensmittel, die der EDEKA-Verbund in seinen eigenen Betrieben produziert oder verarbeitet. Die Vorteile: volle Kontrolle über die gesamte Prozesskette – und damit maximale Qualität und Sicherheit. Zudem stärken die Produktionsbetriebe die Unabhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten und sichern die Versorgung der Kaufleute und Verbraucher langfristig ab.

Gerade in sensiblen Sortimenten wie bei Fleisch und Wurst wächst das Informationsbedürfnis der Verbraucher. Als Vorreiter im Handel bietet EDEKA deshalb nun in vielen Märkten eine digitale Rückverfolgbarkeitslösung für Bedientheken: Mit dem von fTRACE und EDEKA entwickelten System können Kunden sich direkt an der Fleischtheke oder am Smartphone chargengenau über die Produktherkunft informieren. Im Februar 2018 zeichnete das EHI Retail Institute EDEKA dafür mit dem reta-Award in der Kategorie „Best Instore Solution“ aus.

Die Menschen wollen nicht nur gut und lecker essen. Sie wollen auch wissen, was auf ihren Tellern liegt.

BMEL-Ernährungsreport 2019

Auch für Tierwohl und Tiergesundheit engagieren sich die regionalen Fleischwerke im EDEKA-Verbund, etwa bei der Weiterentwicklung der Kriterien in der „Initiative Tierwohl“. Einzelne Großhandlungen sowie Netto Marken-Discount kooperieren eng mit dem deutschen Tierschutzbund und führen Schweine- und Geflügelfleisch, Eier und Milch mit dem Label „Für mehr Tierschutz“. Auch das Angebot an Bio-Fleisch wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Um noch transparenter zu werden, führt EDEKA ab April 2019 schrittweise die von den Lebensmittelhändlern gemeinsam entwickelte Kennzeichnung der „Haltungsform“ auf SB-verpackten Fleisch- und Wurstwaren ein.

Wir kriegen’s gebacken

EDEKA Moderne Backstationen

Kaum ein anderes Produkt ist emotionaler als ofenfrische Backwaren: Sie sprechen gleich beim Betreten des Marktes mehrere Sinne an und prägen die Einkaufs­atmosphäre maßgeblich mit. Die EDEKA- und Netto-Märkte werden von insgesamt 15 eigenen Backbetrieben beliefert. Sie stehen für moderne Technik kombiniert mit traditioneller Handwerkskunst. Ein Beispiel: Die Bäckerei Schäfer’s von EDEKA Minden-Hannover. Hier wurde 2018 ein modernes Frischekonzept etabliert: Aus zwei neuen Werken in Osterweddingen werden u. a. vorgegarte und tiefgekühlte Brötchenteiglinge an die EDEKA-Backshops und Schäfer’s-Fachgeschäfte der Region geliefert. Vor Ort veredeln die Service-Teams die Brötchen nach bewährten Rezepturen und backen sie aus – so verbindet sich Effizienz mit lokaler Vielfalt und Frische.

Alles unter Kontrolle: 43 EDEKA-Produktionsbetriebe – von Wurst und Backwaren über Fruchtsäfte, Mineralwasser und Wein bis hin zum Keltern von Äpfeln und Reifen von Bananen.

Klare Kante zeigen

Die Umsätze der EDEKA-Eigenmarken entwickelten sich 2018 erneut über dem Markttrend. Das Programm wird kontinuierlich weiterentwickelt und mit Neuheiten ergänzt. Mit rund 4.000 Eigenmarkenartikeln ergänzt EDEKA nicht nur die Markenvielfalt – sie ermöglichen es auch, schnell und kreativ auf aktuelle Food-Trends einzugehen. Dazu trägt auch das zusätzliche Angebot von Exklusiv- und Portfoliomarken bei.

EDEKA Eigenmarken im Überblick

Kein Zuckerschlecken!

EDEKA fördert eine ausgewogene Ernährung – ein Baustein ist dabei die kontinuierliche Reformulierung der Eigenmarken-­Rezepturen. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Reduktion des Zucker-, Fett- und Salzgehalts. Ein Zwischenfazit 2018 hat ergeben: Bei mehr als 150 Produkten wurden der Zucker- und Salzgehalt bereits deutlich reduziert, darüber hinaus wurde die Menge und die Zusammensetzung der Fette und anderer Inhaltsstoffe optimiert. Bis zum Jahr 2021 strebt EDEKA in besonders relevanten Sortimentsbereichen wie Snacks, Süßwaren oder alkohol­freien Erfrischungsgetränken eine Salz- und Zuckerreduktion von bis zu 25 Prozent an.

Zuckerreduktion EDEKA-Marken

„Symbadische“ Weinmacher

In direkter Nachbarschaft zum Sitz der EDEKA Südwest in Offenburg ballt sich seit Juni 2018 die regionale Weinkompetenz: Der neu gebaute Ortenauer Weinkeller ist die Anlaufstelle, wenn es um badische Weine höchster Qualität geht.Die Kellerei setzt konsequent auf das Prinzip „Klasse statt Masse“. Zum stetigen Erfolg tragen rund 350 Vertragswinzer bei.

Fruchtsaft-Kompetenz

Mit Sonnländer engagiert sich der EDEKA-Verbund seit einigen Jahren auch erfolgreich im Fruchtsaft-Segment – inklusive zweier Abfüllbetriebe in Rostock und Rötha bei Leipzig, einem Standort für Saftkonzentrate in Polen sowie einer Bio-Apfelplantage an der Ostsee. Ende 2017 übernahm Sonnländer den süddeutschen Marken-Hersteller albi in einer existenzgefährdenden Situation. Die intensive Prüfung aller Optionen ergab in den folgenden Monaten, dass der Standort Berghülen auf Dauer nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Seit Jahresbeginn 2019 wurde die Produktion der albi-Säfte daher schrittweise vor allem nach Rostock verlagert. Parallel hat EDEKA die Marke albi sowohl im Sortimentsumfang als auch mit einem modernen Markendesign weiterentwickelt.