Test bestanden!

Marco Pietsch (r.) und Steve Schumann haben gemeinsam das Pick & Go-Projekt voran­getrieben und die Eröffnung der ersten Pick & Go-Filiale in München-Schwabing begleitet. Als erster Discounter weltweit ermöglicht es Netto Marken-Discount seinen Kund:innen, autonom einzukaufen - ohne Kassenabläufe oder Scannen der Artikel.

Wie viel Vorlaufzeit benötigt so ein Projekt?

Von der Konzeption bis zur Nutzung insgesamt zwei Jahre. Unser Anspruch war es, dass Pick & Go in einer Netto-City-Filiale mit dem gesamten Bestandssortiment funktioniert. Die Abläufe für unsere Kundinnen und Kunden mussten neu entwickelt und die eingesetzte künstliche Intelligenz auf diese Anwendungsfälle trainiert werden.

Waren dazu Umbaumaßnahmen im Markt notwendig?

Um die Systeme zu installieren, waren an unterschiedlichen Stellen Umbaumaßnahmen notwendig, z. B. um die Deckensensoren in die bestehende Haustechnik zu integrieren oder um die Regale mit Mini-PCs auszustatten. Da wurden einige Kilometer Kabel verlegt.

Welche Aufgaben hatten die Mitarbeiter:innen?

Die Pick & Go-Technik stellt das gesamte Filialteam vor neue Herausforderungen. Jeder Artikel muss im Pick & Go-System „angelernt“, jede Umplatzierung im System gepflegt werden. Dadurch ergeben sich auch erhöhte Anforderungen an die Regalordnung. Darüber hinaus waren die Kolleginnen und Kollegen erste Ansprechpartner:innen für unsere Kundschaft. Das Filialteam vor Ort hat vom ersten Tag an großartig mitgearbeitet und die Idee des kassenlosen Einkaufens von Anfang an unterstützt.

Wie haben Kund:innen auf die neue Technologie reagiert?

Auch wenn niemand gern zur Kasse geht, ist es doch erst mal ungewohnt, darauf zu verzichten. Wer Pick & Go jedoch einmal getestet hat, ist sofort begeistert: Kein Artikel muss gescannt werden, man kann einfach rein- und rausgehen, der Bon kommt automatisch auf das Smartphone: Das ist schon magisch.