Ein Zeichen der Wertschätzung

Nach Schätzungen der Welthungerhilfe landen jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Abfall. Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 und dem Sustainable Development Goal (SDG) 12.3 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Ende des Jahrzehnts auf Verbraucher- und Einzelhandels­ebene zu halbieren. Auch wenn der Anteil des Lebensmittel-Einzelhandels mit rund vier Prozent eher gering ist – der EDEKA-Verbund gestaltet die Um­setzung dieses Nachhaltigkeitsziels aktiv mit und ist im vergangenen Jahr mit vielen guten Beispielen vorangegangen.

Verwenden - nicht verschwenden

Zahlreiche Kaufleute, u. a. in den Regionen Südwest und Minden-Hannover, haben Bylitzas Idee bereits übernommen und in ihren Märkten umgesetzt.

Die „Blind Date-Tüte“ von EDEKA-Kaufmann Dominic Bylitza ist ein gutes Beispiel für das Engagement gegen Foodwaste im EDEKA-Verbund. Die Idee: Jeden Morgen packen Bylitza und seine Mitarbeiter:innen Obst und Gemüse mit kleinen Makeln in die Tüten und verkaufen diese zu einem festen Preis. Je nachdem, was anfällt, ändert sich die Zahl der Tüten ebenso wie ihr Inhalt von Tag zu Tag. Dafür wurde der Kaufmann 2021 mit dem „Preis für verantwortungsvolles Handeln“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt EDEKA Jahr für Jahr ökologisch und/oder sozial vorbildliche Projekte von EDEKA-Einzelhändler:innen.

Ein zweites Leben für Obst & Gemüse

Ein weiteres gutes Beispiel ist das Projekt Liebe Hoch 2 der EDEKA-Region Minden-Hannover. Im Jahr 2021 lieferten 28 EDEKA-Märkte ihr Obst und Gemüse, welches nicht mehr für den Verkauf geeignet, aber zum Wegwerfen zu schade war, an fünf Werkstätten der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, die sie zu Chutney veredelten, den Früchten also ein „zweites Leben“ bescherten.

Natürlicher Schutz gegen das Verderben

Eine echte Innovation gegen Foodwaste ist Apeel, die pflanzenbasierte Schutzschicht für Avocados, Orangen, Mandarinen – und seit Anfang 2021 auch für Grapefruits und Zitronen. Die „zweite Haut“ verlangsamt die Oxidation und den Wasserverlust bei Obst und Gemüse. Eine 40-Wöchige Auswertung der Avocado-Verkäufe bei EDEKA und Netto Marken-Discount belegte eine Reduzierung der Verluste um fast die Hälfte.

Großer Appetit auf Wissen

Wertschätzung für Lebensmittel vermittelt auch die EDEKA Stiftung. Sie hat ihr Projekt „Gemüsebeete für Kids“ deshalb auch 2021 trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und unter Einhaltung sämtlicher Hygieneregeln fortgesetzt. So konnten im Rahmen des Bildungsprojekts auch 2021 mehr als 200.000 Kinder in bundesweit rund 2.700 Kitas am eigenen Beet erleben, wie Karotten & Co. wachsen und gedeihen – jeweils mit tatkräftiger Unterstützung der Kaufleute vor Ort, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz einen großen Anteil am Erfolg des Projekts haben.

Das Erfolgsrezept der EDEKA Stiftung ist ganz einfach: Der Nachwuchs lernt keine trockene Theorie. Stattdessen erhalten bereits die Jüngsten nachhaltiges Wissen über wertvolle Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung.

Wir schätzen wirklich sehr, dass die EDEKA Stiftung auch in diesen besonderen Zeiten für die Kinder da ist. Unsere Kids hatten ganz viel Spaß und können es kaum erwarten zu sehen, wie ihre Pflanzen wachsen.

Erzieherin Alexandra Wehde

Fröbel-Kindergarten Elbwichtel

Studie: Corona sorgt für Übergewicht bei Kindern

Kinder – aber auch Eltern – für das Thema Ernährung zu sensibilisieren, scheint wichtiger denn je. Das zeigt eine Ernährungs- und Bewegungsstudie der EDEKA Stiftung aus dem vergangenen Jahr. In einer Umfrage wurden über 1.000 Eltern befragt, wie sich das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ihrer 4- bis 6-jährigen Kinder während der Corona-Lockdowns verändert hat.

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Die Ergebnisse zeigen: Viele Eltern übernahmen in Sachen Ernährung Verantwortung. Besorgniserregend jedoch: Ein Drittel der Kinder verzehrte mehr süße und salzige Snacks als vor der Pandemie. Und auch die Bewegung kam bei vielen Kindern zu kurz.

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Eine Chance für die Zukunft

Viele Eltern sehen die Pandemie jedoch auch als Chance, um neue Ernährungsgewohnheiten zu etablieren: 29 Prozent der Befragten planen, auch nach der Pandemie weiter zusammen mit ihren Kindern zu kochen und sie in die Vorbereitung der Mahlzeiten einzubeziehen. 26 Prozent gaben an, auch nach der Pandemie in Zukunft bewusster essen und neue Lebensmittel probieren zu wollen.

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