Erkennbar nachhaltig

Mit „Wir & Jetzt“ gibt es seit dem vergangenen Jahr ein gemeinsames Dach für zahlreiche Projekte und nachhaltigere Produkte, die ökologische und soziale Ziele unterstützen. Das Motto macht deutlich: Wenn alle an einem Strang ziehen, und das nicht erst ab morgen, ist mehr zu erreichen.

Klare gemeinsame Ziele

Neues wagen und damit die Welt ein Stückchen besser machen – beim Thema Umweltschutz setzen EDEKA und WWF seit 2009 mit ihrer Partnerschaft für mehr Nachhaltigkeit immer wieder Maßstäbe im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Um Kund:innen bei der Vielzahl an Umweltthemen mehr Transparenz zu bieten, haben EDEKA und WWF ihre Arbeit vier Oberzielen zugeordnet. Diese verdeutlichen, wie die Kooperation auf die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) einzahlt und welche gesellschaftlichen Herausforderungen gezielt in Angriff genommen werden:

  • Erhalt von Biodiversität
  • Klimaschutz
  • Ressourcenschonung
  • Schutz von Süßwasser-Ökosystemen

Biodiversität

Weltweit ist die Artenvielfalt bedroht. Dabei ist es für das ökologische Gleichgewicht, aber auch die Sicherung von Erntequalität und -erträgen enorm wichtig, dass viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten erhalten ­bleiben. Mitverantwortlich für das Artensterben: die Zerstörung von Lebensraum durch die intensive Nutzung von Landwirtschaftsflächen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder ­Monokulturen, die die Flächen auslaugen. Schonendere Methoden wie zum Beispiel ökologische Landwirtschaft und Pole-&-Line-Fischerei tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Projekte und Programme

Alle Projekte und Programme im landwirtschaftlichen Anbau von EDEKA und WWF haben auch die Förderung der Artenvielfalt zum Ziel: das Zitrusprojekt in Spanien, das Bananenprojekt in Südamerika oder hierzulande „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ (LfA).

Klimaschutz

Der Klimawandel schreitet immer mehr voran – mit Folgen für den ganzen Planeten und für das Überleben der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme. EDEKA und WWF setzen daher gemeinsam für den Klimaschutz ein Zeichen. Kontinuierlich arbeitet der Verbund daran, seinen CO2-Fußabdruck zu verringern und so einen Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen zu leisten. Etwa durch den Ausbau des veganen Sortiments, um den Klimaschutz vom Anbau bis zum Verkauf zu fördern.

Energieeffizienz

Durch innovative Marktkonzepte – beispielsweise die Installation von Fotovoltaik- oder Wärmerückgewinnungsanlagen – arbeiten die Märkte energieeffizient; kontinuierlich wird in moderne Techno­logien investiert. Auch die effiziente Logistik schont das Klima.

Climate Supplier Initiative (CSI)

Die CSI wurde von EDEKA, Netto Marken-Discount, BUDNI und WWF gemeinsam ins Leben gerufen, um Klimaschutz entlang der Lieferketten zu integrieren. Lieferanten werden dabei einbezogen.

Ressourcenschutz

Durch den weltweit hohen Konsum verbrauchen Menschen deutlich mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen kann. Ob Holz, Süßwasser oder andere – alle drohen unnutzbar zu werden. ­EDEKA und WWF setzen sich daher gemeinsam für ein ressourcenschonenderes Wirtschaften ein – beispielsweise bei der Herstellung und Verarbeitung von Produkten.

Verpackungen - Rohstoffe schonend einsetzen

EDEKA setzt bei Verpackungen auf den Dreiklang „Vermeidung, Reduzierung/Mehrweg, Recycling“. Zudem werden Verpackungs­materialien wie Holz und Papier aus FSC-­zertifizierter verantwortungsvoller Waldwirtschaft eingesetzt.

Süßwasserschutz

Drei Prozent des weltweiten Wasservorkommens sind Süßwasser. Davon ist nur etwa ein Prozent für den Menschen zugänglich – wiederum rund 70 Prozent davon entfallen auf die Landwirtschaft. Die Süßwasserressourcen sind weltweit ungleich verteilt und an vielen Stellen knapp. Die Lage spitzt sich vielerorts zu, auch in Deutschland, wie die immer wiederkehrenden Dürren gezeigt haben. EDEKA setzt sich daher für den Süßwasserschutz ein und hat mit dem WWF ein Wassermanagementsystem entwickelt, um die Süßwasserressourcen vor Ort zu schützen. Mithilfe des Water Risk Tools unterstützt EDEKA landwirtschaftliche Betriebe bei der Analyse ihrer Wasserrisiken.

Wassermanagement
Das Herzstück des Managementsystems, das EDEKA Water Risk Tool, wurde bereits bei allen Eigenmarken-­Lieferanten für Obst- und Gemüseeigenmarken ausgerollt. Mittlerweile sind mehr als 15.000 Betriebe im Tool erfasst.

AWS-Zertifizierung
EDEKA ist Fördermitglied der Alliance for Water ­Stewardship (AWS), einer weltweiten Organisation für Süß­wasser­schutz, nach deren Standards alle Produzenten des Bananen­projekts bereits zertifiziert sind.

Mehr Transparenz = Mehr Nachhaltigkeit

Um auch in Zukunft Lebensmittel in hoher Vielfalt und in ausreichenden Mengen anbieten zu können, hat der EDEKA-Verbund als Genossenschaft ein ureigenes Interesse daran, nachhaltig zu handeln und natürliche Ressourcen zu schützen. Die Fokussierung auf vier Kernthemen soll Verbraucher:innen für eine verantwortungsvollere Lebensweise sensibilisieren und im Alltag darin unterstützen, nachhaltigere Konsum­entscheidungen zu treffen.

Eigenmarken gehen mit gutem Beispiel voran

Seit dem Jahr 2021 werden sämtliche nachhaltigeren EDEKA-Eigenmarken-Produkte einem der vier „Wir & Jetzt“-Oberthemen zugeordnet. Kund:innen erfahren so bereits auf der Verpackung, auf welche globale Herausforderung das Produkt konkret einzahlt – vom Fischen ohne Schleppnetze über Orangen- und Bananenfarmen, auf denen Artenreichtum gefördert und Wasser eingespart wird, bis hin zum plastikfreien Obst und Gemüse im EDEKA-Markt. So trägt z. B. der EDEKA Bio Reis dank seiner Produkt- und Verpackungseigenschaften zum Thema Ressourcenschutz bei.

Eigenmarken-Produkte, die vom WWF anerkannte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und entsprechend zertifiziert sind, tragen zusätzlich den WWF-Panda.

Lieferketten im Fokus

Die verheerende Flut im letzten Jahr hat es uns mehr als deutlich gemacht: Extremwettersituationen nehmen zu. Und auch Dürren und Hitzewellen hinterlassen ihre Spuren – die vom Menschen verursachte Erderwärmung bedroht unsere Lebensgrundlage und die Umwelt. Der EDEKA-Verbund engagiert sich seit Jahren für mehr Klima- und Umweltschutz. Da ein Großteil der klimaschädlichen Emissionen bei der Herstellung und dem Transport von Produkten anfallen, gilt es insbesondere hier, Treibhausgase zu reduzieren und Ressourcenschonung und Energieeffizienz voranzutreiben.

Gemeinsame Initiative von EDEKA und WWF

Die im Jahr 2021 vom EDEKA-Verbund und WWF ins Leben gerufene Climate Supplier Initiative setzt ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz entlang der gesamten Lieferkette. Denn mehr als drei Viertel aller Treibhausgasemissionen im LEH entstehen bei der Produktion der Waren. Ihre Mitglieder übernehmen Verantwortung für die Reduktion ihrer direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2). Außerdem steht die Entwicklung und Umsetzung von Programmen und Maßnahmen für die Reduzierung weiterer indirekter Emissionen (Scope 3) auf ihrer Agenda. Die EDEKA-Zentrale, Netto Marken-Discount und BUDNI haben sich das Ziel gesetzt, ihre Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2025 um 33,6 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2017 zu reduzieren.

Der Grundstein ist gelegt

Tilo Suckow ist seit 2017 beim WWF verantwortlich für Klimaschutz im Rahmen der Partnerschaft mit EDEKA. Er entwickelte die Climate Supplier Initiative (CSI) von EDEKA, Netto Marken-Discount, BUDNI und dem WWF, die im Mai 2021 ins Leben gerufen wurde.

Wasserrisiken reduzieren

Neben dem Klimaschutz war der Schutz der Süßwasser­ressourcen 2021 eines der zentralen Themen des EDEKA-Verbunds. So wurde im vergangenen Jahr das interne Wassermanagement kontinuierlich vorangetrieben, z. B. mit dem EDEKA Water Risk Tool. Dieses macht die Analyse von Wasserrisiken so transparent wie möglich und unterstützt dabei, diese systematisch zu reduzieren. Zunächst bei den wichtigsten Obst- und Gemüselieferanten der Eigenmarken eingeführt, wurde es anschließend auf das gesamte EDEKA-Fruchtkontor mit seinen über 1.000 Lieferanten für EDEKA und Netto Marken-Discount ausgeweitet. Inzwischen sind mehr als 15.000 landwirtschaftliche Betriebe mit dem Tool erfasst.

Zu den 14 Fincas in Andalusien aus dem Landwirtschaftsprojekt von EDEKA und WWF für nachhaltigeren konventionellen Zitrusfrüchteanbau kamen 2021 fünf weitere Fincas in den Regionen Valencia sowie Katalonien hinzu. Auf über 1.500 Hektar sparen sie Wasser ein, reduzieren Pestizide und fördern die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit.

Das im Bananenanbau benötigte Waschwasser wird auf den Farmen des Bananenprojekts von EDEKA und WWF mehrmals aufbereitet und wiederverwendet.