Der Grundstein ist gelegt

Tilo Suckow ist seit 2017 beim WWF verantwortlich für Klimaschutz im Rahmen der Partnerschaft mit EDEKA. Er entwickelte die Climate Supplier Initiative (CSI) von EDEKA, Netto Marken-Discount, BUDNI und dem WWF, die im Mai 2021 ins Leben gerufen wurde.

Warum wurde die CSI ins Leben gerufen?

Der größte Anteil der Treibhausgase entsteht während der Herstellung der Produkte im LEH. Die Climate Supplier Initiative setzt genau hier an: mehr Klimaschutz entlang der Lieferkette. Das ist nur in Zusammenarbeit mit engagierten Lieferanten möglich.

Mit welchen Maßnahmen wird das erreicht?

Durch Reduzierung von Treibhausgasen, z. B. auf Farmebene, in der Produktion, aber auch bei der Verpackung. Lieferanten werden dabei unterstützt, ihre Emissionen zu bilanzieren, sich ambitionierte Klimaziele zu setzen und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

Warum ist es wichtig, die Lieferanten einzubeziehen?

Die Verringerung von Scope-1- und -2-Emissionen ist für alle Unternehmen eine wichtige Aufgabe, denn hier liegt ihr direkter Einfluss. Schwieriger wird es bei den Scope-3-Emissionen, die in den vor- und nachgelagerten und sehr komplexen Lieferketten anfallen. Diese machen beim EDEKA-Verbund einen Großteil des Klimafußabdrucks aus. Wirksamer Klimaschutz kann also nur gemeinsam mit den Lieferanten gelingen.

Wie hilft die CSI den Lieferanten?

Klimaschutz gezielt in Unternehmen zu implementieren, ist für viele relativ neu. Über die CSI wollen wir den Lieferanten eine Hilfestellung geben, z. B. mit dem Klimaschutz-Handbuch, das wir kostenlos zur Verfügung stellen. Mit der Gründung der CSI wurde ein wichtiger Grundstein für die Verringerung von Treibhausgasemissionen in den Lieferketten gelegt. Das wird aber kein Sprint, sondern ein Marathon.