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Wachstumsfelder

Chancen konsequent genutzt

Inhabergeführte Supermärkte mit Vollsortiment blieben auch 2021 das Erfolgsmodell des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Die von EDEKA-Kaufleuten betriebenen Märkte punkteten mit regionaler Sortimentsvielfalt, großer Frischekompetenz und attraktiven Preisen. Ihr größter Wettbewerbsvorteil: Die rund 3.500 selbstständigen Einzelhändler:innen kreieren einzigartige Kundennähe, indem sie ihre Marktkonzepte flexibel und individuell auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausrichten. Diese persönliche Ansprache wird heute mehr denn je mit dem Vertrauen der Verbraucher:innen belohnt.

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Auch vergangenes Jahr waren die Kaufleute die Wachstumsmotoren für den gesamten EDEKA-Verbund.Sie trugen entschieden dazu bei, dass EDEKA seine starke Marktposition – in einem wachsenden Gesamtmarkt – weiter ausgebaut hat. Ihr kumuliertes Umsatzvolumen stieg um 4,7 Prozent auf insgesamt 34,7 Milliarden Euro. Auch auf vergleichbarer Fläche belief sich das Plus auf starke 1,8 Prozent.

Trotz der pandemiebedingt weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen entschieden sich vergangenes Jahr wieder zahlreiche Existenzgründer:innen dafür, mit EDEKA den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Verbundweit starteten 103 Nachwuchskaufleute mit eigenen EDEKA-Märkten in die Zukunft – deutlich mehr als noch im Jahr zuvor.

Einkauf trifft Genusserlebnis

Ganzheitliche Einkaufs- und Genusserlebnisse machen die Standorte des EDEKA-Einzelhandels aus. Sie spielen für die Kundenbindung eine zentrale Rolle und liefern wertvolle Alleinstellungsmerkmale. Zu diesem Erlebnis gehören auch passgenau in das jeweilige Markt-Ambiente integrierte Gastro-Konzepte. Ein Besuch an der Sushi-Bar oder ein Burger-Boxenstopp runden den Einkauf bei EDEKA kulinarisch ab. Über gezielte Partnerschaften und modulare Eigenentwicklungen erzeugt EDEKA im Gastronomie-Bereich stetig Mehrwerte – für Marktbetreiber:innen und ihre Kund:innen.
Ein Beispiel dafür, wie entsprechende Angebote die Märkte bereichern, zeigt EDEKA Stolzenberger in der Nähe von Aschaffenburg. Hier setzen die Inhaber auf das Konzept der „EDEKA Marktküche“ – eigens zugeschnitten auf die Kundenstruktur vor Ort. Die Marktküchen-Module bieten vier flexibel umsetzbare Bewirtungsbausteine, die individuell an verschiedenen Stellen im Markt integriert werden können. Und für jeden Geschmack ist was dabei: angefangen bei Pizza und Pasta über Suppen und Snacks bis zu Hotdogs und Burgern.

Stillstand ist nichts für mich!

Existenzgründerin Susanne Krüger-Koch nahm alle Herausforderungen an, um ihren Traum zu verwirklichen. Die Anfang 30-Jährige begann als Quereinsteigerin im Lebensmittel-Einzelhandel und wusste schnell: „Das ist es! Aber ich will einen eigenen Markt haben.“ Erst kürzlich eröffnete sie ihren EDEKA Krüger in Binz auf Rügen – während ihrer Weiterbildung zur Führungskraft Handel (FKH).

Erfolgreich Regie geführt

Die rund 1.120 Märkte, die unter der Regie der sieben regionalen Großhandelsbetriebe geführt werden, erzielten 2021 einen Umsatz von insgesamt neun Milliarden Euro. Dies entspricht einem leichten Rückgang, was aber vor allem darin begründet liegt, dass der EDEKA-Verbund im Sinne seines genossenschaftlichen Förderauftrags kontinuierlich Märkte in die Hände selbstständiger EDEKA-Kaufleute übergibt. Flächenbereinigt verzeichnete der Regie-Bereich ein Umsatzplus von 1,4 Prozent. Sogar um 2,8 Prozent auf vergleichbarer Fläche kletterten die Umsätze der regional betriebenen Marktkauf-Standorte im Verbund. Mit ihrer ausgeprägten Sortiments­breite und -tiefe bilden die großflächigen SB-Warenhäuser das im Laufe der Pandemie an Bedeutung gewinnende „One-Stop-Shopping“-Prinzip perfekt ab. Bei Marktkauf können sich die Verbraucher:innen einem Ort mit Lebens­mitteln und vielfältigen Near- und Nonfood-Artikeln eindecken.

Das Cash + Carry-Geschäft hingegen war von den Folgen der Corona-Pandemie weiterhin stark betroffen. Vor dem Hintergrund des Ausfalls zahlreicher gewerblicher Großkunden aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung schloss der EDEKA Foodservice das Jahr aber vergleichsweise stabil ab und verzeichnete nur geringe Umsatzeinbußen in Höhe von 1,2 Prozent.

Ausgezeichnete Leistungen

Supermarkt des Jahres:

  • EDEKA Honsel in Dorsten (Nordrhein-Westfalen)
  • Hieber’s Frische Center in Müllheim (Baden-Württemberg)

Mitarbeiter:innen des Jahres:

  • Sabrina Gieck / Hieber’s Frische Center in Lörrach (Baden-Württemberg)
  • Ronny Hage / E center Warnow Park in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

Store of the Year:

  • EDEKA Brehm in Berlin

Goldener Zuckerhut:

  • EDEKA Niemerszein in Hamburg
  • Förderpreis: Maximilian Kohler / EDEKA Kohler in Lahr (Baden-Württemberg)

Fit für den Wettbewerb

Beflügelt wurde die positive Entwicklung im Vollsortimentsgeschäft durch die Übernahme ehemaliger Real-Märkte. Bis Jahresende 2021 integrierten die regionalen EDEKA-Großhandlungen die ersten 16 SB-Warenhäuser erfolgreich in ihre Vertriebsnetze und stellten die Großflächen wettbewerbsfähig auf. Der EDEKA-Verbund gewann so bereits eine Verkaufsfläche von rund 100.000 Quadratmetern hinzu. In den kommenden Jahren soll eine hohe zweistellige Anzahl weiterer Märkte folgen. Vorausgegangen waren komplexe Verhandlungen sowie eine umfassende Prüfung durch das Bundeskartellamt.
Seit Sommer 2021 hat die Umstellung der ehemaligen Real-Standorte mit gezielten Umbaumaßnahmen Fahrt aufgenommen. In den jeweiligen EDEKA-Regionen wurden und werden die Märkte unter neuer EDEKA- oder Marktkauf-Flagge wiedereröffnet.

100000
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Quadratmeter

Kreativer Neustart

Was für die einen das Ende einer Ära ist, war für die Geschwister Boris und Kristina Massak eine große Chance. Im Zuge der Real-Übernahme konnte die Familie zwei Standorte für sich gewinnen und somit privatisieren. Die EDEKA-Kaufleute aus der Region Nordbayern-Sachsen-Thüringen eröffneten im August 2021 den ersten der beiden neuen Standorte: das E center Massak in Bamberg. Frei nach dem Motto „Außergewöhnliches statt Gewöhnliches“ ließen sie ihrer Kreativität bei der Umgestaltung freien Lauf. In der nur dreimonatigen Umbauphase ließen sie lediglich Wände und Dach stehen und verliehen dem einst angestaubten Markt einen unverwechselbaren Look mit Charakter. Die Kaufleute führen insgesamt neun EDEKA-Märkte und zwei BUDNI-Märkte. Trotzdem war die Übernahme ein großes Neuwagnis. Denn die anderen Standorte haben Flächen zwischen 1.000 und 2.100 Quadratmetern. Der neue Standort in Bamberg misst 2.950 Qua­dratmeter, der in Kronach 3.945 – beide sind damit ein ganzes Stück größer. „Wir waren schon immer risikofreudig“, sagt Senior-Chef Werner Massak, Vater von Boris und Kristina. „Wir glauben an den Standort und haben uns bei der Gestaltung deshalb richtig ins Zeug gelegt – um Kund:innen ein reales Einkaufserlebnis zu bieten“, ergänzt Kristina Massak. „Wir als Kaufleute müssen immer wieder etwas Neues wagen, sonst bleiben wir stehen. Und mal ehrlich: Wenn man es nicht probiert, weiß man auch nicht, ob es geklappt hätte!“

Aus Prinzip solidarisch

Im Juli 2021 verwüsteten Unwetter und ungeheure Wassermassen ganze Landstriche und Ortschaften im Südwesten Deutschlands. Für den EDEKA-Verbund war es eine Verpflichtung, den Opfern der Hochwasserkatastrophe zur Seite zu stehen. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben, ganze Existenzen wurden von einem Tag auf den anderen vernichtet. Auch einige Kaufleute, ihre Mitarbeiter:innen und deren Familien waren persönlich betroffen. In der Stunde größter Not, zeigte sich das solidarische Prinzip der Genossenschaft von seiner stärksten Seite.

Unbürokratischer Beistand

Zahlreiche EDEKA-Kaufleute haben die Menschen vor Ort von Anfang an unterstützt. Sie waren mit individuellen Aktionen zur Stelle und versorgten die Betroffenen sowie die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit dem Nötigsten: mit Wasser, Nahrungsmitteln, Pflege- und Hygieneprodukten. Die EDEKA-Regionen Rhein-Ruhr, Südwest und Südbayern waren von den Wassermassen unterschiedlich stark betroffen. In der am schlimmsten zerstörten Katastrophenregion Eifel und den benachbarten Gebieten wurde schnelle und unbürokratische Soforthilfe geleistet.

Erfolgreiche Spendenaktionen

Der genossenschaftliche Zusammenhalt wurde nicht nur durch die zahlreichen Hilfs- und Spendenaktionen auf lokaler Ebene deutlich. Auch die EDEKA-Regionen sowie die EDEKA-Zentrale unterstützten die Betroffenen mit Geld- und Sachspenden. Zudem richtete die EDEKA Stiftung ein nationales Spendenkonto ein.

Von Stromausfall bis Totalschaden: Das Hochwasser traf zahlreiche EDEKA-Märkte unterschiedlich stark.