Win-Win-Situation

Amelie und Timo Sperber, die Erfinder einer nachhaltigen Nussmühle, begegneten Jan Lingenbrinck vom EDEKA Foodtech Projects Team eher zufällig auf der Grünen Woche. Kurz darauf waren sie bereits „Member“ im Foodtech Campus in Berlin-Moabit. Sie nutzen das kreative Netzwerk, um ihr Produkt für die Ansprüche von Kunden und Kaufleuten fit zu machen.

Ein Startup und ein Handelsverbund – wie passt das zusammen?

Amelie Sperber: EDEKA liebt Lebensmittel, und das tun wir auch. Die typischen EDEKA-Kunden sind ja Menschen, die sich begeistern lassen und gerne mal etwas Neues ausprobieren. Genau die wollen wir mit unserer Idee erreichen. Und hier auf dem Foodtech Campus von EDEKA erfahren wir, wie das am besten funktioniert.

Timo Sperber: Gerade die Kaufleute, mit denen wir hier zusammentreffen, sind extrem offen für Neues und Ungewöhnliches. Ganz nach dem Motto: „Es kennt noch keiner, es hat noch keiner, also geil.“ Solche Partner braucht man als junges Unternehmen.

Jan Lingenbrinck: Wir dürfen nicht vergessen, was EDEKA eigentlich ist: Eine Genossenschaft mit 3.700 selbstständigen Kaufleuten, die alle mal als junge Unternehmer angefangen haben. Diese Gründermentalität gehört bei EDEKA einfach mit dazu.

Welchen Mehrwert bringt euch der Foodtech Campus?

Amelie Sperber: Auf dem Campus gibt’s quasi die Simultanübersetzung ins EDEKAnische. Und es ist ein echter Dialog, der da stattfindet. Ihr wisst ganz genau, was beim Kunden am Regal funktioniert und was nicht. Dieses Feedback würden wir sonst nie so ungefiltert bekommen.

Amelie und Timo Sperber haben 2017 ihr Unternehmen „Supernuturals“ gegründet. EDEKA-Kaufleute zählen heute zu ihren wichtigsten Kunden.

Manche Startups leben in ihrer Blase – der Campus gibt uns die permanente Rückkopplung mit der Welt da draußen.

Amelie Sperber

Gründerin von „Supernuturals“

Timo Sperber: Der Buyers Pitch war die Initialzündung, und dann hat das eine echte Eigendynamik entwickelt. Am Ende profitieren beide Seiten.

Jan Lingenbrinck: Uns geht es ja nicht darum, Ideen abzuschöpfen. Unser Ansatz: Wir schaffen ein dynamisches Netzwerk von Gründern, Lebensmittel- und Handelsprofis. Wir wollen gemeinsam Food-Innovationen und digitale Services entwickeln. Es geht darum, den Einkauf von morgen mitzugestalten.

Beim „Buyer’s“ Pitch“ stellen sich die Gründer dem kritischen Feedback der Experten aus dem EDEKA-Verbund – und profitieren von ihren Anregungen.